Projektpartner


Die Bertolt-Brecht-Gesamtschule arbeitet im Rahmen des Comenius-Regio-Projekts mit Einrichtungen und Institutionen in Bonn und Wien zusammen. Die Projektpartner sind:

Elsa-Brändström-Schule

Elsa-Brändström-Schule

Ev. Grundschule der Stadt Bonn
Hohestraße 11
53119 Bonn

Tel.: +49 (0) 228 - 77 78 28 / 29

Fax: +49 (0) 228 - 77 78 25
http://www.ebs-bonn.de/

Die Elsa-Brändström Schule ist eine von zwei evangelischen Schulen im Stadtgebiet von Bonn. Sie liegt im Bonner Norden. Die Schule hat 200 Schüler, davon 24 im Gemeinsamen Unterricht. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund wächst stetig und liegt jetzt bei 65%. Soziales Lernen, der Unterricht Deutsch als Zweitsprache und das Miteinander verschiedener Kulturen sind einige Schwerpunkte der derzeitigen Schulprogrammarbeit.

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Logo Kettelerschule

KGS Kettelerschule

Siemensstr. 248
53121 Bonn

Tel.: +49 (0) 228 - 77 22 13

Fax: +49 (0) 228 - 76 88 64
http://www.kgs-kettelerschule.de

„Offene Türen“ als Hilfe zur entwicklungsförderlichen Gestaltung von Übergängen


Ein Praxisbeispiel der Kettelerschule

Ein Projektziel und Schwerpunkt des COMENIUS-Regio-Projektes ist es, die Praxis der Gestaltung von Übergängen zu überprüfen bzw. zu verbessern. Dabei besteht Konsens, dass die Grundvoraussetzung eine Öffnung und Vernetzung aller beteiligten Bildungsinstitutionen sein muss, um einen bruchlosen, individuell gestalteten und somit schonenden Übergang von Kita zu Grundschule zu weiterführender Schule zu erleichtern.

Öffnung nach außen

Die Kettelerschule praktiziert dies bereits insofern, als dass sie alle Interessierten einlädt, die Schule zu besuchen. Hospitationen von Eltern, ErzieherInnen oder KollegenInnen anderer Schulen sind eine häufig genutzte Möglichkeit geworden, das pädagogische Konzept der Schule kennen zu lernen. Auf Elternseite werden so Unkenntnis und Missverständnisse beseitigt und im günstigsten Fall Identifikation mit unseren Zielen geschaffen. Sie bieten Anlass zu beratenden und klärenden Gesprächen. MitarbeiterInnen von Kitas sehen, wie Kinder - auch solche  mit „ungünstigen“ Voraussetzungen - an der Kettelerschule lernen, welche Kompetenzen sie einbringen können und welche Förderschwerpunkte unter Umständen bis zum Schuleintritt noch zu setzen sind. Hier besteht bereits eine intensive, fruchtbare Zusammenarbeit. KollegenInnen der weiterführenden Schulen erfahren, welche Kompetenzen die Kinder besonders im methodischen und sozialen Bereich bereits erworben haben, die im Weiteren möglicherweise  zu wenig genutzt werden. Die Praxis offener Unterrichtsformen, die räumliche Gestaltung sowie die materielle Ausstattung sind häufig Gegenstand vieler Fragen.

Natürlich suchen auch MitarbeiterInnen der Kettelerschule den Weg in andere Institutionen, da wir als Grundschule auf Informationen und Anregungen der Kitas sowie auf Rückmeldungen der weiterführenden Schulen angewiesen sind, um die Chancen jedes einzelnen Kindes individuell zu nutzen und auch als System kritisch und offen zu bleiben.

Gegenseitige Hospitationen sind Ausgangspunkt bzw. informativer Hintergrund für weitere Zusammenarbeit. Nur daraus erwachsende Gespräche über die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und über Forder- und Fördermöglichkeiten helfen jedoch weiter. Das heißt, dass alle Türen ständig geöffnet bleiben müssen.

Öffnung innerhalb der Schule

Im Rahmen des Projekts  setzte sich jede Institution individuelle Ziele, die in einem zeitlich eng begrenzten Rahmen umzusetzen waren. In der Kettelerschule haben wir das Bedürfnis und die Notwendigkeit gesehen, unsere Türen noch stärker füreinander zu öffnen. Obwohl innerhalb der Teams und Partnerlernfamilien enge Zusammenarbeit besteht, ist die Möglichkeit, in Ruhe einmal den Unterricht einer anderen Lernfamilie zu beobachten, aus organisatorischen Zwängen heraus selten gegeben. Jedem Mitarbeiter wird darum eine Woche der Hospitation ermöglicht. Dabei sind folgende Fragestellungen in Vordergrund:


•    Wie setzen KollegenInnen den integrativen Ansatz der Sprachförderung um?

•   Welche Möglichkeiten der individuellen Förderung werden genutzt, sowohl unterrichtlich als auch im Ganztagsbereich?

•    Wie gelingt es, Kinder zum eigenverantwortlichen Lernen zu führen?

•    Wie gelingt die Einbeziehung „schwieriger“ Kinder?

•   Welche Bedingungen sind noch ungünstig, um eine „Pädagogik der Vielfalt“, also die Teilhabe aller Kinder, umzusetzen?


Neben dem angenehmen Effekt, dass man von KollegenInnen viele nützliche Tipps und Tricks erfahren kann, soll mit den gegenseitigen Hospitationen die Unterrichtsentwicklung vorangetrieben und verbessert werden. Im wertschätzenden kollegialen Umgang miteinander sind offene, informelle Gespräche und die kritische Betrachtung sowohl des Unterrichts als auch der Freizeitgestaltung möglich und können als Anregungen und Hilfen zur Veränderung angenommen werden.



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KITA Lenaustraße

Städtischer Kindergarten Lenaustraße

Lenaustraße 4
53121 Bonn


Inklusion


Ein Praxisbericht über die Kooperationspartnerschaft der Städtischen Kindertagesstätte Lenaustr. 4 mit der Ketteler-Grundschule in Bonn-Dransdorf


Die städt. Kita Lenaustr. entlässt im Sommer 2011 19 von 23 Kindern, genannt die „Schlauen Hasen“, in die Ketteler-Grundschule.

Um den Kindern den Übergang von der Kita in die Grundschule als Lernbiografie ohne Brüche zu gestalten, arbeiten beide Institutionen seit dem letzten Jahr, vor der Einschulung eng zusammen.

Die Sozialpädagogin der Ketteler- Grundschule besuchte an 8 Dienstagen jeweils 2 Gruppen a` 11 Kinder in der Kita Lenaustr. und gestaltete dort jeweils eine „Schulstunde“ mit ihnen.

Die didaktischen Inhalte dieser Stunden gingen vom Erarbeiten eines Arbeitsblattes, Malen der Körperumrisse auf Tapete, Lernen von neuen Reimen, Üben von Präpositionen unter Einsatz von Playmobilmännchen u. v. m., bis hin zur erfolgreichsten „Schulstunde“ des Jahres, als ehemalige Kindergartenkinder in die Kita kamen und den „Schlauen Hasen“ tatsächlich ein Bilderbuch vorlesen konnten.

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Das Staunen, verbunden mit höchster Ehrfurcht, war enorm! Gingen diese Kinder doch noch letztes Jahr in unseren Kindergarten!

Neben der Gestaltung der gemeinsamen „Schulstunden“ fand ein gemeinsames Singen von Kita- und Schulkindern in der Ketter- Grundschule statt; Kita und Schule haben nun eine gemeinsame Liederliste.

In der Kita Lenaustr. wurde ein Elterncafe angeboten; Frau Kambeck-Schürmann stand als Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Thema Einschulung, Tagesablauf, Klassenstärke, die Besonderheiten der Lernfamilien, OGS- Betreuung, wie auch zu Erziehungsfragen zur Verfügung.

Dieses gut besuchte Elterncafe ließ keine Fragen offen und vermittelte schon ein wenig Zugehörigkeitsgefühl zur Schule.

Lenaustr_02


Des Weiteren haben die „Schlauen Hasen“ in diesem Jahr, wie auch im vergangenen Jahr, drei Termine zur Hospitation in der Ketteler- Schule. Sie lernen ihre Lernfamilie kennen; eine nicht zu unterschätzende Erleichterung für die Kinder, schon während der letzten Wochen in der Kita zu wissen, wohin man nach den langen Sommerferien gehört.

Neben den beschriebenen Aktivitäten für die Vorschulkinder wird auch die Kooperation zwischen den beiden Institutionen gepflegt.

So fand eine gemeinsame Fortbildung zum Thema „Sprachentwicklung und Förderungsmöglichkeiten“ für Erzieher und Lehrer in der Ketter- Grundschule statt. Die stellvertretende Leiterin der Kita Lenaustr., Frau Flaig, stand als Ansprechpartnerin beim Elterninfoabend zum Delfin-Spracherhebungstest in der Ketteler- Schule zur Verfügung und gab den Eltern einen Überblick über die Sprachförderung in der Kindertagesstätte.

Die Erzieher(innen) der Kita Lenaustr. nutzen die Möglichkeit zur Hospitation in den Lernfamilien.

Bis zu den Sommerferien werden die „Schlauen Hasen“ noch die OGS und die Schulbücherei der Ketteler- Schule besuchen.

Für das nächste Jahr ist zusätzlich noch ein gemeinsamer Elternabend zu der aktuellen Erziehungsfrage: „Hilfe, mein Kind macht nicht was ich will!“ in Planung.


Mit dieser Kooperation beabsichtigen wir, gemeinsame Werte, Regeln und Methoden zu erarbeiten, diese gemeinsam zu leben,- den Kindern somit einen möglichst sanften Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen.

Ausnahmslos soll jedes Kind, selbstverständlich mit all seinen Fähigkeiten, von Erziehern, Lehren und Kindern dort aufgenommen werden, wo es steht.


Für uns Inklusion, die Freude macht!


Für den Bericht Claudia Flaig

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Montessori Kinderhaus Tannenbusch

Montessori Kinderhaus Tannenbusch

Waldenburger Ring 44a
53119 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 - 66 53 75


In unserem Kinderhaus betreuen und fördern wir ganztägig insgesamt 75 Kinder, davon 25 Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen.

Unsere Einrichtung steht in einer langen Tradition der Integration. Der Kindergarten wurde 1976 in angemieteten Räumen des Gustav Heinemann Hauses eröffnet und war zu diesem Zeitpunkt der erste integrative Kindergarten in Bonn.
Das pädagogische Konzept orientierte sich schon damals an den Prinzipien von Maria Montessori, unterstützt durch verschiedene therapeutische Vorgehensweisen.

Mit dem Inkrafttreten der UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahre 2009 hieß es für uns erneut in einen Prozess einzusteigen mit einem veränderten Verständnis von Normalität und Vielfalt.

Somit stellten wir uns nicht mehr die Frage, ob wir ein Kind aufnehmen können, sondern wie müssen wir Bedingungen vorhalten, um jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen zu betreuen. Wir sind der festen Überzeugung, dass mit unseren jetzigen Rahmenbedingungen Inklusion gelingen kann.

Inklusive Erziehung heißt für uns uneingeschränkte Teilhabe aller Kinder, sie mit ihren spontanen Grundbedürfnissen ernst zu nehmen und in ihren Lebens- und Lernprozessen zu begleiten, zu stärken und zu respektieren.                             
Die Vielfalt innerhalb einer Kindergruppe betrachten wir als Normalität. Alle Kinder sind für uns Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Inklusion heißt weiter für uns der respektvolle Umgang mit Unterschieden und entschiedenes Eintreten  gegen jegliche Diskriminierung. Dies erfordert ein hohes Maß an Toleranz von Allen – Kindern, Mitarbeitern  und Eltern.
Die Mitarbeiter verpflichten sich zu einer Haltung die von Wertschätzung geprägt ist, sie leben dies den Kindern vor und sind bereit, den Inklusionsprozess mit zu gestalten. Dies beinhaltet die ständige konzeptionelle Auseinandersetzung der individuellen Begleitung aller Kinder.

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Wiener Neudorf



Marktgemeinde Wiener Neudorf

Europaplatz 2
2351 Wiener Neudorf

Tel.: +43 (2236) 62 50 10

Fax: +43 (2236) 62 50 136

http://www.wiener-neudorf.gv.at


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Kompetenzteam Bonn


Evelyn Jarosch

Schulamtsdirektorin

Untere Schulaufsicht für die Grundschulen 

Bezirk II

Leiterin Kompetenzteam Bonn

Schulamt für die Stadt Bonn

Bottlerplatz 1

53111 Bonn

Tel.: +49 (0) 228 - 77 43 76

Fax: +49 (0) 228 - 77 39 16

Web


Comenius-Regio-Partnerschaft

Die Comenius-Regio-Partnerschaft ist eine Aktion, die im Rahmen von COMENIUS seit 2009 durchgeführt wird. Ziel ist es, die europäische Zusammenarbeit im schulischen Bereich auf der Ebene von Regionen und Gemeinden zu fördern.


Die bilaterale Partnerschaft, bestehend aus der Partnerregion, Marktgemeinde Wiener Neudorf in Niederösterreich und aus der Partnerregion Bonn, gibt es seit dem 1.8.2010.

Das Schulamt für die Stadt Bonn als Untere Schulaufsichtsbehörde verwaltet das Projekt in der Region Bonn/Dransdorf und Tannenbusch. Die Montagstiftung Jugend und Gesellschaft ist neben der Bertolt-Brecht-Gesamtschule, der KGS Kettelerschule als eine weitere Organisation am Projekt beteiligt. Seit Anfang des Jahres 2011 arbeiten die EGS-Elsa-Brändströmschule und derstädtische Kindergarten Lenaustraße ebenfalls mit; zwei weitere Einrichtungen werden noch folgen.

Die Partner in Bonn und Wiener Neudorf arbeiten an dem gemeinsamen Projekt "Wertebasierte Weiterentwicklung ausgewählter Bildungseinrichtungen durch Nutzen erfolgreich in der Praxis erprobter Strukturen".

Sie wollen im Rahmen der Partnerschaft eine Kultur der Wertschätzung und des respektvollen Umgangs mit Heterogenität in den Bildungseinrichtungen entwickeln und Übergänge entwicklungsförderlich gestalten. Durch Reflexion vorhandener Praxis und durch voneinander Lernen sollen Strukturen und Maßnahmen für Vernetzung der örtlichen Bildungseinrichtungen, zur entwicklungsförderlichen Gestaltung von Übergängen und im Hinblick auf die sprachliche, kulturelle und ethnische Vielfalt entwickelt werden.


Das Schulamt für die Stadt Bonn, als Untere Schulaufsichtsbehörde im Regierungsbezirk Köln, ist neben weiteren Aufgaben, zuständig die Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit zu gewährleisten.


Das Schulamt für die Stadt Bonn unterstützt und begleitet die Weiterentwicklung des inklusiven Gedankens an Bonner Schulen. Es verfügt als Administrator über langjährige Erfahrung in der Beratung, Koordination und Weiterentwicklung fachlicher und bildungspolitischer Prozesse. Es koordiniert die Zusammenarbeit der beteiligten lokalen Partnerschulen, Bildungseinrichtungen, Institutionen und weiteren Interessierten; es organisiert und moderiert Hospitationen und Reflexionen mit Beteiligten aus der Partnerregion und sorgt für den Transfer der gemeinsamen Arbeitsergebnisse in das Projekt der Bildungsregion Bonn "Lernbiografie ohne Brüche"(LoB) und darüber hinaus. Das Schulamt für die Stadt Bonn ist auch zuständig für Maßnahmen der Lehrerfortbildung und stellt über das Kompetenzteam Fortbildungsmoderatorinnen und -moderatoren für bildungsbegleitende Maßnahmen wie Moderation und Fortbildung zur Verfügung.


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Barbara Brokamp

Stiftungsmanagement und 

Projektentwicklung


Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

Adenauerallee 127

53113 Bonn

Tel.: +49 (0) 228 - 26 71 6 - 310

Fax: +49 (0) 228 - 26 71 6 - 311

http://www.montag-stiftungen.de 



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